Kunsttherapie, Mal- und Gestaltungstherapie

"Kunst ist ja Therapie, das ist das Wichtigste an ihr." 

(Joseph Beuys)


Mal- und Gestaltungstherapie


Die Mal- und Gestaltungstherapie (MGT) ist ein integratives Therapieverfahren, welches u.a. auf dem tiefenpsychologischen Konzept von C.G. Jung, sowie auf systemischen und prozessorientierten Ansätzen beruht. 

 Die MGT aktiviert die natürliche, jedem Lebewesen innewohnende Fähigkeit, zu wachsen, sich zu entwickeln und zum Überwachsen von Problemen. Psychische Selbstregulationsprozesse werden angeregt. Therapie wird hier im ursprünglichen Sinn dieses Wortes verstanden - als Begleitung und Förderung von Entwicklungsprozessen.

 Durch die Anwendung verschiedenster Methoden, wie Imagination, Arbeit mit Archetypen, Träumen, Märchen u.v.m., entstehen Bilder aus dem Unbewussten. Diese inneren Bilder werden mittels kreativer Ausdrucksformen ans Licht gebracht – durch Malen, Collagieren, Arbeit mit Ton, Draht, uvm. So haben KlientInnen die Möglichkeit, ihrer innerseelischen Realität einen bildnerischen Ausdruck zu verleihen. Dem Gestaltungsprozess wird hierbei eine zentrale Bedeutung beigemessen.

Das Bewusstmachen und Verstehen der Bildinhalte in Bezug auf die aktuelle Lebenssituation wird durch Reflexionsgespräche unterstützt. Dadurch werden psychische Blockaden erkannt, sowie verborgene Ressourcen entdeckt und nutzbar gemacht.

Kreativität ist die schöpferische Kraft in jedem von uns, die uns hilft, ungewohnte, schwierige Situationen zu bewältigen, die Veränderungen möglich macht und die so Neues entstehen lässt. Indem sie diese schöpferische Kraft wieder ins Fließen bringt, bietet die Mal- und Gestaltungstherapie vielfältige Möglichkeiten zur Entdeckung unserer inneren Ressourcen und eigenen Ausdrucksmöglichkeiten. Somit lösen sich mögliche Blockaden und Hemmungen, der eigene Standpunkt wird neu definiert und der Zugang zur Welt verändert sich. Denn das Malen aus dem Unbewussten macht den Menschen schöpferisch.

Der gestaltende Mensch arbeitet beim Malen etc. direkt an seiner Selbstgestaltung, seiner Selbstheilung und seiner Selbstwerdung, um so, mit den Worten C.G. Jungs,  immer mehr „der zu werden, der er ist“.

Künstlerische Erfahrung ist hier keine Voraussetzung – es geht allein um die Freude am kreativen Schaffen und die Bereitschaft, sich in einen schöpferischen Prozess zu begeben. Jedes Bild bzw. Objekt wird so akzeptiert, wie es ist, wodurch sich jeder Einzelne auf ganz individuelle Weise entfalten kann.